Deutchland

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Kohlendioxid für industrielle Prozesse

Trockeneis zum Trockeneisstrahlen

Trockeneisstrahlen ist zeitsparend, wirtschaftlich und umweltschonend und somit eine gute Alternative zur herkömmlichen industriellen Reinigung. Es beschädigt die Oberfläche bei der Reinigung nicht, beeinträchtigt daher auch keineswegs elektrische, hydraulische und pneumatische Elemente. Es arbeitet sich mittels speziellen Trockeneis-Pellets (Cryo-Pellets) mit Hochgeschwindigkeit bis auf die zu reinigende Fläche vor und nutzt dabei 3 Effekte:

1. Kinetisch: Cryo-Pellets werden mittels Druckluft bis auf Schallgeschwindigkeit beschleunigt und beim Auftreffen wird die Verschmutzung gelöst bzw. bricht auseinander.
2. Thermisch: Die niedrige Temperatur -79°C) der Cryo-Pellets versprödet die Verschmutzung. Dies führt zu Rissbildungen und fördert das Loslösen der Verschmutzung.
3. Sublimation: Das Trockeneis dringt durch die Verschmutzung und verdampft sofort, was eine ca. 700-fache Volumenausdehnung mit sich bringt. Die Verschmutzung wird durch diese Reaktion von der Oberfläche „abgesprengt“.

Im Gegensatz zu den konventionellen Methoden kann mit Trockeneis die Reinigung von Werkzeugen und Formen erfolgen, während sie vollständig montiert bleiben können, da es sich um eine rückstandsfreie Reinigungsmethode handelt. Hierdurch kommt es trotz der Reinigung zu keinen nennenswerten Ausfallzeiten für die Produktion.
Trockeneisstrahlen ist auch für die stromführende Branche äußerst effizient. Man kann mit Kohlendioxid in schneeartiger oder fester Form viele Arten von Oberflächenverunreinigungen von elektrischen Bauteilen entfernen, z.B. von Motorwicklungen, Transformatoren bis hin zu den empfindlichen Leiterbahnen auf Platinen. Nicht nur, dass diese Methode schonend ist und kein Material des zu reinigenden Bauteils selbst abträgt; sie erlaubt sogar eine Reinigung von elektronischen Leiterbahnen während des laufenden Betriebes, da sie ohne Flüssigkeit, also völlig trocken und kurzschlussfrei arbeitet.

CO2 für die Wasser- und Abwasserbehandlung

Kohlendioxid wird in Wasser- und Abwasseraufbereitungsanlagen sowie in der Zellstoff- und Papierindustrie als Neutralisations- und Reaktionsmittel genutzt. CO2 ist ein Gas, das sich sehr gut in Wasser löst. Daher wird es zur pH-Wert-Justierung, als Korrosionsschutz, zur Härtung und zur Vermeidung von Ablagerungen verwendet.

Die Neutralisation mit CO2 hat durch das schwach saure Verhalten des CO2 und das damit verbundene gute Regelungsverhalten Vorteile gegenüber den herkömmlichen Neutralisationsverfahren mit Mineralsäuren. Es erlaubt den Betreibern eine viel effizientere Wasser- und Abwasserbehandlung.

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