Hafer-Erträge erhöhen

Hohe Hafererträge ergeben sich aus der Anzahl der Körner pro Rispe und Rispen pro Quadratmeter. Der Anbauer muss dafür sorgen, dass auch das Korngewicht stimmt. Die Voraussetzung hierfür sind gesunde Pflanzen ohne Unkrautbefall im Bestand. In kurzen Vegetationsphasen beträgt die gewünschte Pflanzendichte etwa 500 Pflanzen, in normalen 250 bis 350 Pflanzen pro Quadratmeter.

Ertrags-Ziele und -Komponenten bei Hafer

Die Triebdichte hängt von der Menge des ausgesäten Saatguts, der Saattiefe, der Bestockung zu Beginn der Vegetationsphase und der Überlebensrate der Schösslinge ab. Die Saattiefe wirkt sich auf die Triebdichte aus: Die Pflanzen bestocken sich schwächer, wenn das Saatgut zu tief im Boden liegt. Die Rispendichte bei der Ernte hängt von der Anzahl der Triebe ab, die fruchtbare Rispen bilden.

Hafer reagiert auf Trockenheit häufig mit einer schlechten Kornausbildung. Diese macht sich durch leere weiße Rispen bemerkbar. Eine ausgewogene Pflanzenernährung mit allen wichtigen Makro- sowie Mikronährstoffen ist besonders wichtig. Nur dann können die Pflanzen ihr volles Ertragspotential ausschöpfen und die Marktbedingungen erfüllt werden.

Pflanzenernährung und Hafererträge

Hafer wächst auf verschiedenen Bodenarten. Auf mineralischen Böden können besonders gute Qualitäten und hohe Erträge erreicht werden. Dann sind auch die Spelzen dünner ist als bei Pflanzen, die in organischen Böden angebaut werden. Von organischen Böden während der Vegetationsphase freigesetzter Stickstoff führt oft zu Lager. Das Wurzelsystem von Hafer ist lang und erschließt den Boden gut, daher ist auch die Nährstoffverwertung hoch. Wie andere Getreidesorten erzielt Hafer die besten Erträge auf fruchtbaren und gut gekalkten Böden. Hafer wächst allerdings dort, wo der pH-Wert niedrig ist, besser als andere Getreidearten. 

Während der Bestandes-Etablierung, beeinflusst die Verfügbarkeit der Nährstoffe die Geschwindigkeit der Blattentwicklung und die Anzahl der sich bildenden Bestockungstriebe. Mit Beginn des Schossens startet die Hauptwachstumsphase. Dann werden große Nährstoffmengen aufgenommen, da die Trockenmassebildung schnell voranschreitet. Wenn schließlich die Produktionsphase mit Blüte, Kornansatz und Kornfüllung als den wichtigsten Ertragsmerkmalen beginnt, ist eine gute Nährstoffversorgung von zentraler Bedeutung. Die Pflanze benötigt außerdem ausreichende Wassermengen, um sich gut zu entwickeln und wachsen zu können. 

In allen drei Wachstumsphasen müssen sowohl Makro- als auch Mikronährstoffe überwacht werden. Der Düngungsplan für Hafer sollte auf die Bodenart abgestimmt werden.

Makronährstoff-Aufnahme durch Hafer 

Stickstoff und Kalium werden mengenmäßig am meisten benötigt. Der Bedarf an Phosphat ähnelt dem Schwefelbedarf. Der größte Bedarf an allen Makronährstoffen besteht während des schnellen Wachstums im Frühling.

Nährstoff-Aufahme von Hafer

Mikronährstoff-Aufnahme von Hafer 

Eine ausgewogene Pflanzenernährungsstrategie ist unerlässlich und sollte auch Sekundär- und Mikronährstoffe beinhalten, die wichtig sind um hohe Erträge zu erzielen.

Mikronährstoff-Aufnahme von Hafer

Hier finden Sie Hinweise von Yara zum Thema Haferertrag