Boden- und Wassermanagement

Hauptnährstoffe: Aufnahme und Abfuhr bei Broccoli

Böden müssen gut strukturiert und fruchtbar sein, um gutes Wachstum und hohe Erträge zu erreichen. Der Zustand des Saatbetts ist wichtig, wenn Bestände aus der Saat gezogen werden. Eine feine, kompakte Saatzone fördert eine maximale Keimung und gute Bestandsetablierung. Schwere Böden sind für Kohlbestände mit hohen Erträgen geeignet, vorausgesetzt, sie sind gut strukturiert. 

Kohlbestände bringen die besten Erträge, wenn sie auf Böden mit einem neutralen pH-Wert angebaut werden. Der ideale pH-Wert beträgt 6,5 bei mineralischen Böden und 5,5 bei organischen Böden. Wenn der pH-Wert unter 5,5 fällt, sind Phosphor, Kalium, Schwefel, Calcium, Magnesium und Molybdän weniger verfügbar. Unerwünschte Schwermetalle wie Cadmium und Aluminium kann die Pflanze dann allerdings besser aufnehmen.

Eine Bewässerung ist in vielen Hauptanbauregionen ebenfalls wichtig. Es muss dann aber insbesondere kurz vor der Ernte darauf geachtet werden, dass das Wasser keine Krankheiten an den Röschen oder Köpfen begünstigt oder plötzliche Wachstumsschübe auslöst. Denn das kann zu einer schlechten Nährstoffversorgung und zu hohlen oder gebrochenen Strünken führen, vor allem, wenn hohe Temperaturen das Wachstum noch zusätzlich fördern. 

Brassica soil

Das Wassermanagement muss – insbesondere 3 bis 4 Wochen vor der Ernte – sorgfältig angepasst werden. Dann kann die Kopf- oder Blütenproduktion erhöht werden, ohne physische Schäden, Krankheiten und Störungen zu riskieren. Kohlpflanzen sind relativ tolerant gegenüber Salinität. Es kann mäßig salziges Bewässerungswasser verwendet werden, vorausgesetzt, die Düngungspläne berücksichtigen eventuell resultierende Nährstoffungleichgewichte. Calcium muss verfügbar sein, um das Risiko von Störungen (z. B. Spitzenbrand) zu reduzieren und eine gute Qualität des Erntegutes sicherzustellen.