Globale Herausforderung und Gestaltungsauftrag
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Wichtigste Maßnahme zur Steigerung der Düngereffizienz ist die Anpassung der N-Düngung an den Bedarf der Pflanze
Stickstoff muss in ausreichender Menge vorhanden sein, damit Wachstum und Ertrag nicht eingeschränkt werden. Allerdings kann eine über den Bedarf der Pflanze hinausgehende Stickstoffdüngung zu einer Überversorgung der Pflanzen und zu einer Belastung der Umwelt führen. Die genaue Anpassung der Stickstoffdüngung an den aktuellen Bedarf der Pflanzen unter Berücksichtigung des Stickstoffangebots des Bodens ermöglicht daher beides: sowohl ökonomisch optimale Erträge bzw. Maximierung des Einkommens als auch die Minimierung möglicher Umweltbelastungen.
Die Aufteilung der N-Düngung in mehrere Teilgaben gilt unter den meisten Bedingungen als die beste Methode zur Optimierung der Stickstoffdüngung. Mit Hilfe des YARA N-TesterTM kann der Düngebedarf zum Zeitpunkt der 2. und 3. N-Gabe bei Getreide vor Ort präzise ermittelt werden. Düngemittel mit einer gut einschätzbaren Freisetzung des für die Pflanzen verfügbaren Stickstoffs sind am besten für die geteilte N-Düngung geeignet. Hierzu gehören Kalkammonsalpeter und andere nitratbasierte Stickstoffdünger, im Allgemeinen jedoch nicht Harnstoff. Die Umsetzung des Harnstoff zu Ammonium (Harnstoffhydrolyse) und Ammoniakverluste durch Verflüchtigung hängen stark von den Witterungsbedingungen nach dem Ausbringen ab, vor allem von der Höhe der Niederschläge. Diese können nicht zuverlässig vorhergesagt werden, was entweder zu einer Unter- oder Überversorgung mit Stickstoff führen kann. Die Studie des Defra hat die „Unzuverlässigkeit“ von Harnstoff hervorgehoben; die gemessenen Verflüchtigungsverluste variierten von 2 bis 58 % des aufgebrachten Stickstoffs!
Eine insgesamt ausgewogene Ernährung mit allen notwendigen Nährstoffen ist eine weitere Voraussetzung für den wirtschaftlichen und umweltschonenden Einsatz von Düngemitteln. So kann eine unzureichende Versorgung mit Phosphor, Kalium oder Schwefel die Effizienz des Stickstoffeinsatzes mindern. Durch regelmäßige Analyse der Bodenvorräte kann ermittelt werden, ob diese Nährstoffe gedüngt werden sollten.
Durch teilflächenspezifische Ausbringung mit dem YARA N-Sensor™ kann der Stickstoff sogar auf jeder Teilfläche eines Schlages bedarfsgerecht ausgebracht und so die Effizienz weiter erhöht werden. Hierzu misst der N-Sensor den Stickstoffbedarf der Pflanzen kontinuierlich während des Streuens und regelt den Düngerstreuer entsprechend auf und ab. Durch den YARA N-Sensor und den gleichzeitigen Einsatz effizienter Nitratdünger wie Kalkammonsalpeter werden Höchsterträge bei niedrigerem Stickstoffeinsatz ermöglicht.
In mehr als einhundert Feldversuchen wurde die sensorgestützte N-Düngung mit der betriebsüblichen Düngung verglichen. Dabei wurde eine Erhöhung des Proteingehalts um 0,2 - 1,2 %, eine Ertragssteigerung von 7 % und eine Senkung des Stickstoffeinsatzes um 12 % nachgewiesen.
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