Wie Sie den Roggenertrag erhöhen

Bei der Nährstoffaufnahme liegt Roggen aufgrund seines ausgedehnten Wurzelsystems vor allen anderen Getreidepflanzen vorn.

Makronährstoffabfuhr bei Roggen 

Da er jedoch hauptsächlich an Standorten angebaut wird, die arm an Nährstoffen sind, muss eine gute Nährstoffversorgung durch gezielte Düngemaßnahmen gewährleistet werden, um hohe Erträge zu erwirtschaften.

Das Ziel der angepassten Düngung beim Roggenanbau ist eine ausgewogene Pflanzenernährung, die schnelles Wachstum und gute Qualität fördert und gleichzeitig eine geringere Umweltbelastung darstellt. Unterstützt durch eine gute Bodenanalyse und einen angepassten Düngeplan kann bei einem Boden, der mit Nährstoffen über- oder unterversorgt ist, das richtige Gleichgewicht wiederhergestellt werden.

 

Makronährstoffe

Nährstoffaufnahme und -abfuhr (kg/ha) - Crop: 4700 kg/ha

Ertrag

N

P K Ca Mg S
Aufnahme

135-143

23-30 150-180 - - 45-46
Abfuhr 93-100 12-17 38-45 15-20 20-25 25

Düngeempfehlungen fassten früher Roggen mit Weizen in eine Gruppe zusammen, doch der Nährstoffbedarf des Roggens unterscheidet sich deutlich von dem anderer Getreidepflanzen. Sein Stickstoffbedarf ist nicht so hoch, auch bei einem vergleichbaren Ertrag mit Weizen. Wenn Stickstoff in zu hohen Mengen zugeführt wird, besteht ein hohes Lagerrisiko beim Roggen und muss daher vermieden werden.

 

Makronährstoffaufnahme bei Roggen

Bodenanalysen liefern aussagekräftige Ergebnisse in Bezug auf die erforderlichen Mengen von Düngemitteln. Düngegaben mit Phosphor und Pottasche sollten im Herbst oder Frühjahr erfolgen. Eine Effizienzsteigerung wird durch Bandausbringung des Phosphats direkt unter dem Samen während der Pflanzung, insbesondere auf Böden mit hohen pH-Werten, erreicht. Die Stickstoffdüngung sollte in Teilgaben erfolgen, vor allem auf leichteren Böden. Ein Teil sollte beim Pflanzen, ein Teil im Frühjahr bei Wachstumsbeginn und später bei Bedarf per Kopfdüngung ausgebracht werden. Im Herbst steigern Gaben von Stickstoff und Phosphor das Herbstwachstum und verbessern die Bodenbedeckung im Winter. Eine Kopfdüngung mit Stickstoff im Frühjahr ist wünschenswert, sofern der Roggen geweidet wird.

Mikronährstoffe

 

In vielen Fällen sollten zusätzlich mit dem Dünger, je nach Bodenbeschaffenheit, Mikronährstoffe zugeführt werden. Roggen wird oft auf sandigen Böden mit geringem Kupfergehalt (Cu) angebaut, was durch Kupfersprühungen korrigiert werden kann und gute Ergebnisse liefert.

An Standorten, an denen durch Überkalkung ein zu hoher pH-Wert herrscht, kann ein Mangel an Mangan (Mn) auftreten, da dieses Spurenelement zu unlöslichem MnO2 oxidiert. Die Überwachung der Verfügbarkeit von Bor (B) ist auf sehr sandigen Böden wichtig, um eine gute Bestäubung sicherzustellen. Bei niedrigen Werten ist eine Düngung mit Bor ab dem Fahnenblattstadium bis zur Blüte ratsam.

Empfohlene Dünger für Roggen