Wie Sie das Aufplatzen der Früchte verhindern können

Das Aufplatzen oder Einreißen der Haut wird in der Regel durch Regen vor der Ernte verursacht und ist ein massives Problem bei Steinobst -vor allem bei Kirschen und Pflaumen- da es die Frucht unverkäuflich macht.

 

Während einer Trockenperiode verliert die Schale an Elastizität. Bei darauffolgender Bewässerung oder Regen nimmt die Frucht eine große Menge Wasser auf und sprengt die Haut an ihrer schwächsten Stelle auf.

 

Richtige Bewässerung und eine Reduktion der Fruchtlast durch Beschnitt, können den physiologischen Stress und das Aufplatzen bei anfälligen Kultursorten verringern. Die Auswahl der Kultursorte kann vor allem dort ausschlaggebend sein, wo Niederschläge spät in der Saison das Problem verschärfen. Die Pflanzenernährung spielt ebenfalls eine zentrale Rolle bei der Reduzierung des Aufplatzens der Früchte.

 

Pflanzenernährung und Aufplatzen von Steinobst

Früchte mit hohen Konzentrationen an Calcium und Bor in der Haut zeigen mehr Festigkeit, haben stärkere Zellwände und sind weniger anfällig für das Aufplatzen der Haut. Auch eine Applikation von Nährstoffen vor der Ernte verbessert den osmotischen Gradienten auf der Fruchthaut und minimiert so das Eindringen des Wassers in die Frucht. 

Calcium

Studien haben gezeigt, dass eine Blattdüngung mit Calcium den Calciumgehalt erhöht und das Aufplatzen bei Süßkirschen und Pflaumen verringert.

Einfluss einer Calciumdüngugn auf das Aufplatzen (Süßirschen)

Einfluss einer Calcium-Düngung auf das Aufplatzen (Pflaumen)

 

Kupfer

Kupfer hat ebenfalls eine zentrale Wirkung auf die Verdickung der Zellwand und die Verbesserung der Hautfestigkeit für eine intakte Frucht. Dies erfolgt durch die Erhöhung der Anteile von Lignin, Pektin, Zellulose und der unlöslichen Alkohole in der Zellwand. Angemessen hohe Kupfergaben drei bis sechs Wochen nach der Blüte ergaben die besten Resultate. Wie sich in Versuchen mit Kirschen gezeigt hat, führte dies letztendlich zur Verringerung des Aufplatzens

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Einfluss einer Kupfer-Behandlung auf die Fruchtfleischfestigkeit (Süßkirschen)

 

Stickstoff

Zu viel Stickstoff kann die Dicke der Fruchthaut reduzieren. Daher begünstigen übermäßige Stickstoffgaben das Aufspalten bei Pfirsichen. Dadurch erhöht eine Überdüngung mit Stickstoff das Risiko von Schäden beim Pflücken, bei der Lagerung und beim Transport, verringert die Marktfähigkeit und die Haltbarkeit

Einfluss der Stickstoff-Düngermenge auf Fruchstspaltungen (Pfirsiche)

Einfluss der Stickstoff-Düngermenge auf die Hautdicke (Nektarinen)