March 18, 2026

Warum viele Getreidebestände jetzt aufhellen - obwohl bereits gedüngt wurde

von: Sören Hersemann, Yara Fachberatung

Wer in diesen Tagen durch die Getreidebestände geht, sieht vielerorts ein ähnliches Bild: Die Bestände sind grundsätzlich gut durch den Winter gekommen und stehen meist dicht und vital. Trotzdem wirken einige Flächen derzeit heller als erwartet und entwickeln sich nur zögerlich – obwohl bereits Stickstoff und Schwefel gedüngt wurden.

Das sorgt aktuell auf vielen Betrieben für Fragen. 

Aufgehellter Getreidebestand

Die Ursache für Aufhellungen liegt meist im Boden 

Der Hauptgrund liegt häufig in den aktuellen Bodenbedingungen. 

Nach dem überwiegend trockenen Winter sind die Oberböden vielerorts noch relativ kühl. Gleichzeitig fehlt teilweise Feuchtigkeit, wodurch wichtige Prozesse im Boden langsamer ablaufen. 

Davon betroffen sind vor allem: 

  • die Mineralisation von Nährstoffen
  • die Aktivität der Wurzeln
  • und damit die Nährstoffaufnahme der Pflanzen 

Selbst wenn Stickstoff bereits im Boden vorhanden ist oder gedüngt wurde, kann das Getreide ihn bei niedrigen Bodentemperaturen zunächst nur eingeschränkt aufnehmen. Die Folge sind hellere Bestände oder ein gebremstes Wachstum. 

 

Mikronährstoffe geraten dann schnell ins Hintertreffen 

Neben Stickstoff spielen in dieser Phase auch Mikronährstoffe eine wichtige Rolle – insbesondere Mangan, Kupfer und Zink. 

Diese Nährstoffe werden zwar nur in kleinen Mengen benötigt, sind aber entscheidend für wichtige Prozesse in der Pflanze: 

  • Photosynthese und Chlorophyllbildung
  • Stickstoffverwertung
  • Stabilität der Halme und Standfestigkeit 

Gerade bei kühlen oder trockenen Böden kann die Aufnahme dieser Nährstoffe über die Wurzel eingeschränkt sein. Dadurch entstehen häufig latente Mangelsituationen, die im Bestand nicht immer eindeutig sichtbar sind, aber dennoch die Entwicklung der Pflanzen bremsen können. 

Blattdüngung kann solche Situationen überbrücken 

Eine gezielte Blattdüngung kann in solchen Situationen helfen, die Pflanzen direkt zu versorgen und die Phase eingeschränkter Bodenaufnahme zu überbrücken. 

Mehrnährstofflösungen wie YaraVita GetreidePlus kombinieren mehrere wichtige Mikronährstoffe für Getreide und können mögliche Versorgungslücken ausgleichen. Durch die spezielle Suspensionstechnologie bleibt ein Teil der Nährstoffe als regenfestes Depot auf dem Blatt haften und wird über einen längeren Zeitraum nach und nach verfügbar.  

Gerade im Frühjahr kann eine solche Maßnahme dazu beitragen, 

  • die Bestände schneller zu stabilisieren
  • die Stickstoffeffizienz zu unterstützen
  • und das vorhandene Ertragspotenzial besser auszuschöpfen. 

Fazit aus der Praxis 

Die aktuell zu beobachtende Aufhellung vieler Getreidebestände ist meist witterungsbedingt und kein Hinweis auf eine grundsätzlich falsche Düngung. 

Mit steigenden Temperaturen wird sich die Nährstoffaufnahme über die Wurzel wieder verbessern. Eine gezielte Blattdüngung mit 1,5 – 2 l/ha YaraVita GetreidePlus kann jedoch helfen, diese Übergangsphase zu überbrücken und die Bestände zu vitalisieren.