March 06, 2026

Höhere Nmin-Werte im Frühjahr – was bedeutet das für die Düngung?

In diesem Frühjahr wurden vielerorts leicht überdurchschnittliche Nmin-Werte gemessen. Ursache ist vor allem der relativ trockene Winter, durch den weniger Stickstoff ausgewaschen wurde.

Grundsätzlich ist das eine gute Nachricht: Der Boden stellt bereits Stickstoff für die Pflanzen bereit. Gleichzeitig bedeutet das aber auch, dass die mineralische N-Düngung entsprechend reduziert werden muss. 

Nach den Vorgaben der Düngeverordnung wird der gesamte Nmin-Vorrat der durchwurzelbaren Bodenschicht (0–90 cm) vom berechneten N-Bedarfswert abgezogen. In Jahren mit erhöhten Nmin-Werten kann der Düngebedarf daher 20–40 kg N/ha unter dem Niveau eines durchschnittlichen Jahres liegen. 

Entscheidend ist nun, die verbleibenden N-Gaben gezielt zu staffeln und stärker an der tatsächlichen Bestandesentwicklung auszurichten. 

Welche Bodenschichten spielen bei den einzelnen N-Gaben eine Rolle? 

Rechtlich zählt immer die Summe des Nmin in 0–90 cm. In der Praxis lohnt sich jedoch ein genauer Blick auf die Verteilung im Bodenprofil, um die Düngung optimal anzupassen. 

Startgabe (Vegetationsbeginn, BBCH 21–25) 

Zu Vegetationsbeginn dominieren die Wurzeln im Oberboden (0–30 cm). Liegen hier bereits höhere Nmin-Werte vor, kann die erste N-Gabe entsprechend reduziert werden. 

Wichtig ist jedoch, die tatsächliche Bestandesentwicklung zu berücksichtigen: 
Stehen bisher wenige Triebe oder ist die Bestockung schwach, sollte die Düngung entsprechend angepasst werden. 

Schossgabe (BBCH 30–32) 

Mit zunehmender Wurzelentwicklung erschließt die Kultur größere Bodentiefen. In dieser Phase sollte der Nmin-Vorrat bis 60 cm vollständig berücksichtigt werden, da dieser Stickstoff zunehmend von den Pflanzen genutzt werden kann. 

Qualitätsgabe (BBCH 37–51) 

In dieser Phase kann die Pflanze auch Stickstoff aus tieferen Bodenschichten (30–90 cm) nutzen – vorausgesetzt, Durchwurzelung und Wasserversorgung stimmen. 

Bei hohen Nmin-Werten im Unterboden fällt diese Gabe häufig deutlich kleiner aus. Für eine gute Qualität ist jedoch entscheidend, dass die Stickstoffversorgung der Pflanzen weiterhin optimal bleibt. 

Der Yara N-Tester – besonders wertvoll bei hohen Nmin-Werten 

Bei erhöhten Nmin-Werten stellt sich häufig die Frage: Wann kommt der vorhandene Stickstoff aus dem Boden tatsächlich in der Pflanze an? 

Hier kann der Yara N-Tester (Bestellung siehe unten) eine wertvolle Unterstützung sein. Das Gerät misst den Chlorophyllgehalt der Blätter und bewertet damit direkt die aktuelle Stickstoffversorgung des Bestandes. 

Gerade in Jahren mit höheren Nmin-Werten bietet das mehrere Vorteile: 

  • Die Stickstoffnachlieferung aus dem Boden lässt sich besser abschätzen
  • Sie treffen sicherere Entscheidungen über die zweite und dritte N-Gabe
  • Versorgungsunterschiede innerhalb eines Schlages werden sichtbar und lassen sich teilflächspezifisch mit Streukarten (z.B. Atfarm) ausgleichen 

Durch wiederholte Messungen während der Vegetation können Sie die Stickstoffversorgung Ihres Bestandes kontinuierlich beobachten und die Düngung gezielt anpassen. 

Fazit 

Hohe Nmin-Werte bieten die Chance, mineralischen Stickstoff effizienter einzusetzen. Voraussetzung ist jedoch, die N-Düngung flexibel an den tatsächlichen Bedarf der Pflanzen anzupassen. 

Für eine solche flexible Strategie sind schnell wirkende Dünger ohne lange Vorlaufzeit, wie zum Beispiel YaraBela Sulfan, besonders geeignet. 

Der Yara N-Tester liefert während der Saison direktes Feedback aus dem Bestand und hilft Ihnen, N-Gaben in solchen Jahren sicher zu reduzieren oder gezielt nachzusteuern – ohne Ertrag oder Qualität zu riskieren. 

So erhalten Sie den Yara N-Tester: 

  1. Registrieren Sie sich bei YaraPlus oder loggen Sie sich ein
  2. Klicken Sie auf "Atfarm"
  3. Klicken Sie links oben auf "Werkzeuge"
  4. Hier können Sie dann Ihr Gerät anfordern