May 05, 2026
Grünland: Zweiter Schnitt und Trockenheit
1) Trockenheit begrenzt Schwefelverfügbarkeit
Sinkende Bodenfeuchte reduziert die Schwefelverfügbarkeit deutlich. Mit zunehmender Trockenheit wird die Mineralisation im Boden gebremst. Gleichzeitig wachsen die Bestände bei warmen Böden und noch vorhandener Restfeuchte oft weiter und können weiterhin Ertrag bilden.
Wird in dieser Phase ausschließlich Stickstoff gedüngt, zeigen sich häufig aufhellende Grasnarben. Helle, jüngste Blätter sind ein klares Zeichen für Schwefelmangel.
Empfehlung:
Etwa 10 kg Schwefel pro Hektar gezielt ergänzen – idealerweise in Kombination mit mineralischem Stickstoff. Beide Nährstoffe werden gemeinsam aufgenommen und entfalten ihre Wirkung im Zusammenspiel.
Praxisbeispiel:
2 dt/ha YaraBela Sulfan (48 kg N/ha; 12 kg S/ha), ausgebracht etwa eine Woche nach der Güllegabe.
2) Hohe Düngerkosten – reicht organische Düngung aus?
Angesichts hoher Mineraldüngerpreise wird häufig gefragt, ob die organische Düngung allein ausreicht. Versuche zeigen jedoch deutlich: Die mineralische Ergänzung steigert den Rohproteinertrag pro Hektar signifikant.
Gerade im Grünland entscheidet nicht nur der Ertrag, sondern vor allem der Proteingehalt über die Wirtschaftlichkeit.
Annahmen:
Sojaschrot: 44%RP, 35 €/t
Düngerkosten: 450 €/t Sulfan = 1,87 €/kg N
Fazit: Ertrag und Qualität jetzt absichern
Auch bei hohen Düngerkosten bleibt das auf den eigenen Flächen erzeugte Rohprotein die günstigste Eiweißquelle. Wer jetzt aufgrund von Trockenheit oder Kostendruck an der Düngung spart, verliert doppelt – an Ertrag und an Qualität. Das kostet am Ende wertvolles Milchgeld.
Deshalb gilt: Die Folgeaufwüchse jetzt gezielt absichern – mit 2 dt/ha YaraBela Sulfan.