February 25, 2026

Grünlanddüngung: Die wichtigsten Punkte auf einen Blick

von: Felix Schopp, Yara Fachberatung

Das günstigste und nachhaltigste Futter ist jenes, das direkt von den eigenen Grünlandflächen stammt. Damit Ertrag und Qualität stimmen, spielt eine bedarfsgerechte Düngung eine zentrale Rolle. Wer Nährstoffe gezielt einsetzt, steigert nicht nur den Futterwert, sondern sichert auch langfristig stabile und leistungsfähige Bestände.

Keine Zeit zum Lesen? Hier geht es zur kurzen Checkliste!

Fokus auf den pH-Wert

Gerade in Hochertragsregionen mit hohen Niederschlägen können wichtige Kationen wie Calcium, Magnesium und Kalium ausgewaschen werden. In Kombination mit hohen Entzügen entsteht dadurch ein nicht zu unterschätzender Kalkbedarf. Eine regelmäßige Erhaltungskalkung von etwa 3 bis 6 dt CaO pro Hektar und Jahr sollte daher fest eingeplant werden – angepasst an die Empfehlungen der Bodenuntersuchung.

Ein optimaler pH-Wert beeinflusst nicht nur die Nährstoffverfügbarkeit, sondern auch die Artenzusammensetzung im Grünland. Bei zu niedrigen pH-Werten nehmen minderwertige Gräser wie die Gemeine Rispe zu, während wertvolle Futtergräser wie das Deutsche Weidelgras zurückgedrängt werden. Die Folge sind Ertrags- und Qualitätsverluste sowie eine geringere Schmackhaftigkeit des Futters – was sich letztlich auch in der Milchleistung widerspiegeln kann.

Stickstoff gezielt zum Vegetationsstart einsetzen

Zu Beginn des Wachstums benötigt Grünland besonders viel Stickstoff für die Ausbildung des Blattsystems. Allerdings ist die Stickstoffnachlieferung aus dem Boden und der organischen Substanz im Frühjahr oft noch eingeschränkt, da die Bodentemperaturen niedrig sind und die Mineralisierung nur langsam einsetzt.

Eine mineralische Ergänzung mit YaraBela Sulfan ist deshalb vor allem zum ersten Schnitt sinnvoll.

 

Phosphor: Kleine Mengen, große Wirkung

Phosphor wird zwar in geringeren Mengen benötigt als Stickstoff, ein Mangel sollte jedoch unbedingt vermieden werden. Phosphor ist ein zentraler Baustein für den Pflanzenstoffwechsel und die Enzymaktivität und beeinflusst damit auch die Verwertung anderer Nährstoffe.

Da Pflanzen Phosphor nur in einem sehr kleinen Bereich um die Wurzel aufnehmen können, profitieren besonders Kräuter und Leguminosen mit schwachem Wurzelwerk von einer ausreichenden Versorgung. Ziel sollte es sein, die Versorgungsstufe im Bereich C zu halten.

Kalium: Hoher Entzug bei intensiver Nutzung

Kalium zählt zu den am meisten benötigten Nährstoffen im Grünland. Bei intensiver Nutzung können Entzüge von 300 kg pro Hektar und mehr auftreten. Diese Mengen müssen zwingend über organische oder mineralische Düngung zurückgeführt werden.

Kalium sorgt für stabile Halme, eine hohe Wachstumsrate und verbessert die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen gegenüber Kälte und Trockenheit. Zu wenig Kalium wirkt sich direkt negativ auf Ertrag und Futterwert aus.

Schwefel nicht vergessen

Schwefel ist unverzichtbar für die Proteinbildung und steigert gleichzeitig die Wirksamkeit des eingesetzten Stickstoffs. Ein Schwefelmangel führt daher schnell zu Einbußen bei Ertrag und Qualität.

Erkennbar ist ein Mangel am N:S-Verhältnis: Ab einem Verhältnis von 12:1 spricht man von einer Unterversorgung. Besonders im Frühjahr empfiehlt sich der Einsatz von Schwefel, da die Mineralisierung aus organischen Quellen noch begrenzt ist. Bewährt hat sich die kombinierte Düngung von Stickstoff und Schwefel über Yara Bela Sulfan

Fazit

Eine angepasste Grünlanddüngung ist die Grundlage für hohe Erträge, gute Futterqualität und eine gesteigerte Milchleistung aus dem Grundfutter. Gleichzeitig trägt sie zum Erhalt wertvoller Pflanzenbestände bei – sowohl auf intensiv genutzten Flächen als auch auf extensiveren Standorten mit hohem ökologischem Wert.