January 23, 2026

Quo Vadis Rote Gebiete - Wie geht es mit der Stickstoffdüngung weiter?

Immer mehr Bundesländer setzen die Regeln zu den Roten Gebieten aus. Das sorgt für Verunsicherung.

Unabhängig von politischen Entscheidungen bleibt eines konstant: Die Grundprinzipien einer bedarfsgerechten und nachhaltigen Stickstoffdüngung gelten weiterhin. Genau diese zeitlos gültigen Leitlinien beleuchten wir in diesem Newsletter. 

1) Der Start zählt 

Für eine schnelle Regeneration nach dem Winter und einen stabilen Bestandsaufbau benötigen Pflanzen frühzeitig verfügbare Nährstoffe. Diese fließen direkt in Spross- und Wurzelwachstum. Bis zum Wechsel vom Kurz- zum Langtag lässt sich etwa im Wintergetreide die Bestockung gezielt beeinflussen. 

Entscheidend ist dabei nicht allein die Stickstoffmenge, sondern vor allem dessen Verfügbarkeit. Versuche zeigen: Langsam wirkende Stickstoffformen wie Ammoniumsulfat (SSA) oder Harnstoff müssen zunächst im Boden umgewandelt werden – ein Prozess, der zu Vegetationsbeginn wertvolle Zeit kostet und Ertragspotenzial mindert. 

Ammoniumnitrat-Düngung über YaraBela SULFAN stellt Stickstoff sofort pflanzenverfügbar bereit. Zusätzlich wird direkt verfügbarer Schwefel geliefert – ohne Zeitverlust für den Ertragsaufbau. 

2) Erfolge werden im Team erreicht 

Stickstoff und Schwefel sind über die gesamte Saison ein untrennbares Team. Deshalb sollte auch die Schwefeldüngung konsequent am Bedarf ausgerichtet werden. Eine frühzeitige Komplettgabe kann später dennoch zu Schwefelmangel führen: Schwefel ist in der Pflanze schlecht verlagerbar, zudem beeinflussen Witterung und Bodenbedingungen seine Verfügbarkeit. 

Die Vorteile einer kontinuierlichen Schwefelversorgung mit YaraBela SULFAN zeigen sich deutlich: Ein Team funktioniert nur dann optimal, wenn es auch gemeinsam eingesetzt wird. 
 
Ob regulatorischer Druck oder steigende Kosten – effizientes Wirtschaften mit Stickstoff und Schwefel ist unerlässlich. YaraBela SULFAN liefert das passende N-S-Team für hohe Effizienz. 

 

3) Digitale Werkzeuge – Präzision statt Bauchgefühl 

Mit YaraPlus Atfarm lassen sich satellitengestützte Biomasse- und Stickstoffaufnahmekarten nutzen, um Unterschiede innerhalb eines Feldes sichtbar zu machen. Darauf basierend können teilflächenspezifische Streukarten erstellt werden, um Stickstoff gezielt und bedarfsgerecht auszubringen. 

Gerade in sensiblen Regionen wie Roten Gebieten hilft Atfarm, Stickstoffverluste zu reduzieren und gesetzliche Vorgaben einzuhalten. 

Der Yara N-Tester ermittelt seit Jahrzehnten den tatsächlichen Stickstoffstatus der Pflanzen. Über Blattfarbe und Chlorophyllgehalt werden konkrete Düngeempfehlungen abgeleitet. 

Der N-Tester BT überträgt die Daten per Bluetooth direkt in Atfarm oder die YaraPlus-App und wird so zum digitalen Baustein für bedarfsgerechte Düngung. Der N-Tester kann über YaraPlus gegen Vorlage eines Kaufnachweises von mindestens 25 t Yara-Dünger ausgeliehen werden. 

Ergänzend ermöglicht YaraPlus eine Fotoanalyse per Smartphone zur Einschätzung der Stickstoffaufnahme in Raps und Getreide. Diese Echtzeitdaten unterstützen die Feinabstimmung des Düngeplans. 

 

4) Ohne Regeln kein faires Spiel 

Das Liebigsche Minimumgesetz gilt unverändert: Der am stärksten limitierende Nährstoff begrenzt den Ertrag. Für Stickstoff heißt das, dass ohne ausgewogene Versorgung keine effiziente Umsetzung in Ertrag möglich ist. 

Neben Schwefel spielen Mikronährstoffe eine zentrale Rolle, deren Bedarf meist mit dem Längenwachstum seinen Höhepunkt erreicht. Sie lassen sich effizient im Rahmen von Wachstumsreglermaßnahmen absichern – ohne zusätzliche Überfahrt und mit geringem Kostenaufwand. 

5) Den gesamten Kader nutzen 

Biostimulanzien ergänzen zunehmend den Werkzeugkasten moderner Ackerbauprofis. Wer dieses Thema ausklammert, lässt unter Umständen Ertragspotenzial ungenutzt. Einen Überblick bietet das Video: 

 

 

Fazit 

Effiziente Düngemittel, fundiertes Know-how und digitale Werkzeuge ermöglichen auch in unsicheren Zeiten stabile Erträge. Nährstoffeffizienz ist kein Ergebnis strikter Regulierung – sondern seit jeher Triebfeder von Landwirtschaft und Innovation.