March 18, 2026

Streckungsphase im Raps: Wachstumsregler alleine reicht oft nicht

von: Sören Hersemann, Yara Fachberatung

Mit steigenden Temperaturen beginnt der Winterraps vielerorts in die Streckungsphase überzugehen. In dieser Entwicklungsphase legt die Kultur einen Teil der späteren Ertragsstruktur an.

Innerhalb weniger Wochen kommt es zu: 

  • starkem Biomasseaufbau
  • Streckungswachstum
  • Anlage von Seitenverzweigungen
  • Entwicklung der Blütenknospen 

Diese Phase entscheidet maßgeblich darüber, wie viel Blüten und Schoten pro Pflanze später gebildet werden. 

Schnelles Wachstum bedeutet auch hohen Nährstoffbedarf 

Der Raps gehört zu den Kulturen mit dem höchsten Mikronährstoffbedarf im Ackerbau. Während Stickstoff und Schwefel meist im Fokus stehen, geraten wichtige Spurenelemente häufig in den Hintergrund. 

Gerade in der Streckungsphase spielen vor allem drei Elemente eine zentrale Rolle: 

Bor 

  • wichtig für Zellteilung und Gewebestabilität
  • unterstützt die Entwicklung von Blütenanlagen 

Mangan 

  • entscheidend für Photosynthese und Enzymaktivität
  • unterstützt die Bildung von Assimilaten 

Molybdän 

  • wichtig für die Stickstoffassimilation
  • verbessert die Nutzung der ausgebrachten N-Düngung 

Eine ausreichende Versorgung mit diesen Nährstoffen trägt dazu bei, dass der Raps mehr Assimilate bildet, den Stickstoff effizienter nutzt und Stresssituationen besser kompensieren kann.  

Bodenversorgung reicht in dieser Phase häufig nicht aus 

Das Problem: Gerade während des schnellen Streckungswachstums kann die Versorgung über den Boden zeitweise an ihre Grenzen stoßen. 

Gründe dafür sind unter anderem: 

  • hohe Wachstumsdynamik
  • begrenzte Aufnahme über die Wurzeln
  • Trockenphasen im Oberboden
  • eingeschränkte Nährstoffmobilität 

In solchen Situationen können latente Mikronährstoffmängel entstehen, die äußerlich oft kaum sichtbar sind – sich aber dennoch auf Wachstum und Ertrag auswirken. 

Wachstumsregler-Maßnahme sinnvoll nutzen 

Viele Betriebe planen in dieser Phase ohnehin eine Wachstumsregler- oder Fungizidmaßnahme. Gerade diese Überfahrt bietet eine gute Gelegenheit, auch die Mikronährstoffversorgung abzusichern. Eine kombinierte Lösung wie YaraVita RapsPro liefert Bor, Mangan und Molybdän in einer auf Raps abgestimmten Formulierung und kann so helfen, mögliche Versorgungslücken während des schnellen Wachstums zu schließen.  

Fazit 

Die Streckungsphase ist eine der entscheidenden Entwicklungsphasen im Winterraps. In kurzer Zeit werden wichtige Grundlagen für den späteren Ertrag gelegt. 

Eine gezielte Mikronährstoffversorgung mit 2 – 3 l/ha YaraVita RapsPro in Kombination mit der Wachstumsreglermaßnahme kann dazu beitragen, 

  • die Stickstoffeffizienz zu verbessern
  • die Bestandesarchitektur zu stabilisieren
  • und das Ertragspotenzial optimal auszuschöpfen.