June 26, 2026
Zuckerrüben: Nach dem Reihenschluss zählt jedes gesunde Blatt
Denn jedes Blatt ist eine kleine Zuckerfabrik. Je länger die Photosynthese auf hohem Niveau läuft, desto mehr Zucker kann in den Rübenkörper eingelagert werden.
Hitze und Trockenheit bremsen die Leistung
Die vergangenen Tage waren vielerorts von hohen Temperaturen und zum Teil begrenzter Wasserversorgung geprägt. Unter solchen Bedingungen sinkt nicht nur die Photosyntheseleistung. Auch die Aufnahme und Verfügbarkeit einzelner Nährstoffe wird eingeschränkt.
Besonders Bor und Mangan reagieren empfindlich auf Trockenheit und hohe pH-Werte. Selbst bei grundsätzlich ausreichenden Bodengehalten können sogenannte latente Mangelsituationen entstehen. Die Bestände wirken zunächst unauffällig, dennoch wird die Leistung der Pflanzen bereits eingeschränkt.
Bor ist für Zellteilung, Zuckertransport und die Stabilität des Gewebes unverzichtbar. Mangan unterstützt die Photosynthese und verbessert die Stickstoffverwertung in der Pflanze. Beide Nährstoffe tragen dazu bei, den Blattapparat bis zur Ernte funktionsfähig zu halten.
Auch Kupfer und Zink verdienen in dieser Phase Aufmerksamkeit. Kupfer unterstützt die Bildung von Lignin und pflanzeneigenen Abwehrstoffen und trägt damit zur Stabilität und Vitalität des Blattapparates bei. Zink ist an zahlreichen enzymatischen Prozessen beteiligt und spielt eine wichtige Rolle für den Energiestoffwechsel sowie die Regulation des Pflanzenwachstums. Gerade unter Stressbedingungen kann eine ausgewogene Versorgung mit allen Mikronährstoffen entscheidend sein.
Gerade unter heißen und trockenen Bedingungen kann die Blattdüngung helfen, zeitweilige Versorgungslücken zu schließen. Besonders auf sandigen, humosen oder kalkreichen Standorten ist eine ergänzende Versorgung sinnvoll.
Stress reduzieren – Leistung erhalten
Neben der Nährstoffversorgung gewinnt auch der Umgang mit abiotischem Stress zunehmend an Bedeutung. Hohe Temperaturen und Wassermangel führen in der Pflanze zu einer Vielzahl von Stressreaktionen, die Wachstum und Photosynthese einschränken.
YaraAmplix Optivi liefert pflanzliche Peptide und Aminosäuren und unterstützt die Pflanze dabei, besser mit abiotischem Stress umzugehen. Gleichzeitig werden die Nährstoffeffizienz sowie die Photosyntheseleistung durch aktive Stimulation gefördert.
Fazit
Nach dem Reihenschluss entscheidet nicht mehr die Größe des Blattapparates über den Erfolg, sondern dessen Leistungsfähigkeit. Eine gezielte Versorgung mit Mikronährstoffen sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Stresstoleranz helfen dabei, die Zuckerbildung bis zur Ernte auf hohem Niveau abzusichern.
Eine Kombination aus 2,0 l/ha YaraVita Bortrac, 1,0–1,5 l/ha YaraVita GetreidePlus und 1,5 l/ha YaraAmplix Optivi wird den gegenwärtigen Anforderungen vieler Bestände sehr gut gerecht. So werden Bor und weitere Mikronährstoffe gezielt ergänzt und gleichzeitig die Pflanzen bei Hitze- und Trockenstress unterstützt.