March 25, 2026

Zweite Gabe: Jetzt die richtigen Stellschrauben drehen

Die Bestände entwickeln sich – und gleichzeitig stehen viele Betriebe vor einer besonderen Situation: Zum Teil höhere Nmin-Werte als gewohnt, hohe Düngerpreise, aber trotzdem hoher N-Bedarf im Schossen. Die Herausforderung ist klar: Nicht zu viel düngen – aber auf keinen Fall zu wenig.

Warum jetzt N + S weiterhin sinnvoll ist 

Viele Bestände sind bereits mit einer schwefelhaltigen Startgabe versorgt worden. 
Trotzdem spricht vieles dafür, auch in der zweiten Gabe wieder auf die Kombination aus Stickstoff und Schwefel zu setzen. 

Denn: 

  • Schwefel wird immer parallel zum Stickstoff benötigt
  • Mit zunehmender Biomasse steigt der Bedarf deutlich an
  • Neue Pflanzenteile müssen kontinuierlich versorgt werden
  • Schwefel wird innerhalb der Pflanzen schlecht umgelagert
  • Trockenheit mindert die Schwefelverfügbarkeit 

Die Startgabe legt die Basis – die zweite Gabe sichert die Versorgung im ertragsentscheidenden Stadium. 

Eine kombinierte Düngung wie YaraBela Sulfan (N + S) bietet dabei klare Vorteile: 

  • sofort verfügbare Wirkung durch Nitrat
  • gleichzeitige Absicherung der Schwefelversorgung
  • stabile Bestandsentwicklung im Schossen 

Kurz gesagt: Effiziente Düngung funktioniert nur im Zusammenspiel von N und S – über die gesamte Vegetation. Mit YaraVera Amidas steht zudem eine harnstoffhaltige Alternative für die kontinuierliche Schwefelversorgung über alle Gabe zur Verfügung. 

Nmin ist hoch – aber was heißt das für die zweite Gabe? 

Viele Flächen starten mit überdurchschnittlichen Nmin-Werten. Das verleitet schnell dazu, die Düngung zu reduzieren. Doch Vorsicht: 

  • Nicht nur Nmin in Summe betrachten, sondern auf die einzelnen Schichten schauen und wie viel die Wurzeln schon erreichen können
  • Mineralisation ist unsicher
  • Der Bedarf im Schossen ist hoch und kurzfristig 

Genau hier kommt der N-Tester ins Spiel. Er zeigt, wie gut der Bestand tatsächlich versorgt ist – und hilft dabei, die zweite Gabe gezielt statt pauschal anzupassen. 

  
YaraPlus Atfarm: Unterschiede im Schlag sichtbar machen 

Zusätzlich liefert Atfarm einen entscheidenden Mehrwert: Es macht Unterschiede innerhalb der Fläche sichtbar. 

  • Wo ist der Bestand schwächer?
  • Wo besteht noch Potenzial?
  • Wo droht Überversorgung? 

Schwächere Stelle lassen sich jetzt noch gut fördern, sodass der Bestand insgesamt homogener wird. Die Kombination aus Satellitendaten und N-Tester ermöglicht eine deutlich präzisere Entscheidung zur zweiten Gabe. 

 
Fazit 

Die zweite Gabe ist mehr als eine Korrektur – sie ist die entscheidende Stellschraube für Ertrag und Bestandsentwicklung. Gerade bei hohen Nmin-Werten kommt es darauf an, nicht pauschal zu reduzieren, sondern den tatsächlichen Bedarf des Bestandes im Blick zu behalten. Schwefel spielt dabei eine zentrale Rolle, um die Effizienz des Stickstoffs über die gesamte Vegetation abzusichern. 

Wer jetzt N + S kombiniert und den Bestand gezielt mit N-Tester und Atfarm bewertet, kann die zweite Gabe optimal anpassen – und legt damit die Grundlage für stabile Bestände, gesicherte Triebe und hohe Erträge